Aktuelles
13.11.2010
Zeitmanagement - Das Geheimnis
 

Wie Selbstorganisation gelingen kann, ist eigentlich schon lange kein Geheimnis mehr. Anleitungen und Hilfsinstrumente gibt es genug. Trotzdem fordern Workshopteilnehmer immer einmal wieder, Techniken zum Zeitmanagement zu bekommen. Wie kommt es, dass so viele ansonsten kluge Menschen trotz der bekannten Techniken nicht mit ihrer Zeit zurecht kommen? Wir haben in einem Workshop zehn Zeitmanagement-Regeln zusammengestellt. Regeln 1-9 sind für diejenigen, die tatsächlich keine Techniken kennen. Das eigentliche Geheimnis steckt in Regel 10:

  • Planen Sie schriftlich!
  • Planen Sie abends den nächsten Tag und freitags die nächste Woche!
  • Machen Sie eine ABC-Analyse! Welche Prioritäten haben die Aufgaben?
  • Fassen Sie ähnliche Aufgaben zusammen!
  • Richten Sie "Stille Stunden" zum konzentrierten Bearbeiten der A-Aufgaben ein!
  • Erledigen Sie kleine Aufgaben sofort!
  • Nutzen Sie die Tools, die IHNEN liegen!
  • Analysieren Sie Ihre Zeitfallen und stellen Sie sie direkt ab!
  • Lernen Sie, "nein" zu sagen!
  • TUN SIE ES!

Das Geheimnis ist, wenigstens einige Regeln diszipliniert umzusetzen. 

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01.11.2010
Buch: Systemische Kompetenzentwicklung im Unternehmen
Seit kurzem ist die Master-Abschlussarbeit von Katja Fesher unter dem Titel "Systemische Kompetenzentwicklung im Unternehmen" als Buch zu erhalten. In ihrer qualitativen Untersuchung geht es um die Wirksamkeit systemischer Interventionen in der Unternehmenspraxis. Dafür stellt sie anfangs die systemisch- konstruktivistische Theorie dar. Aus der qualitativen Befragung externer Berater zur Wirkung systemischer Interventionen leitet die Autorin ein schlüssiges Konzept für eine ganzheitliche systemische Kompetenzentwicklung ab.

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19.10.2010
Fluktuation - eine Ursachencheckliste 
 

Hohe Fluktuation ist schon lange ein teure Angelegenheit. in Zeiten des steigenden  Fachkräftemangels bedroht sie Unternehmen allerdings noch stärker. Die frei werdenden Stellen adäquat neu zu besetzen wird zunehmend schwieriger.

Die Ursachen für einen hohen Mitarbeiterschwund sind vielseitig und liegen meist nicht sofort auf der Hand. Häufig greifen unterschiedliche Aspekte ineinander und erschweren eine Analyse der Situation. Im Folgenden werden einige häufige Ursachen für Personalfluktuation genannt. Nutzen Sie den Fragenkatalog, um das Abwanderungsrisiko in Ihrem Unternehmen zu prüfen und ihm entgegenzuwirken

Fühlen sich die Mitarbeiter angemessen entlohnt?

Ein Kündigungsgrund ist immer wieder eine schlechte, inadäquate Bezahlung. Obwohl sich Geld als Motivator zu höherer Leistung nur bedingt eignet, ist ein zu geringes Gehalt bzw. eine ausbleibende Gehaltserhöhung für die Konkurrenz eine willkommene Angriffsfläche, neue Mitarbeiter zu ködern. Für die betroffenen Unternehmen könnte das bedeuten: Überdenken Sie Ihre Vergütungsphilosophie. Die Einführung von Mitarbeiterbeteiligungs- und Erfolgsmodellen, wie z. B. die Möglichkeit von Provisionen, kann ihr Nötiges dazu beitragen, besonders dann, wenn sie sich an klar messbaren Grundlagen ausrichtet.

Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern?

Das berühmt-berüchtigte Mobbing ist ein Phänomen, das seit jeher auf der Liste der Kündigungsgründe ganz oben rangiert. Oft sehen betroffene Mitarbeiter in einer Kündigung den letzten Ausweg, den Gemeinheiten ihrer Kollegen zu entkommen. Die Verantwortlichen in den Unternehmen sollten ermitteln, ob dem Kündigungsschreiben eines Mitarbeiters solche zwischenmenschlichen Motive zu Grunde liegen. Auslöser müssen nicht zwangsläufig mehrere Personen sein. Auch einzelne Vorgesetzte oder Kollegen können durch ihr Verhalten dem Mitarbeiter eine weitere Tätigkeit im Unternehmen unmöglich machen.

Ist der Mitarbeiter mit seiner Arbeit zufrieden?

Entscheidend hierbei ist, ob Aufgabengebiet, „Handlungskompetenzen“ wie auch der Verantwortungsbereich den Qualifikationen des jeweiligen Mitarbeiters entsprechen oder ob diesbezüglich ein Missverhältnis besteht. So gilt es beispielsweise zu fragen: Ist der Mitarbeiter in seiner Tätigkeit unter- oder überfordert? Oder ist er seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt? Auch muss geklärt werden, ob die Aufgaben überhaupt für den Mitarbeiter interessant sind.

Gibt es ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten ?

Das Gefühl, beruflich auf der Stelle zu treten, ist für viele Menschen zutiefst frustrierend. Solche Mitarbeiter brauchen Perspektiven im Unternehmen.  Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, sich in „höheren“ Positionen oder verantwortungsvolleren Posten bzw. Aufgaben zu bewähren. Auch Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten tragen dazu bei, dass sich der Einzelne von und in seiner Arbeitsstätte gefordert sieht.

Wie steht es um die Führungsqualitäten der Vorgesetzten?

Oft genug ist eine Kündigung in mangelhaften Führungsfähigkeiten der jeweiligen Vorgesetzten zu suchen. Manche Führungskräfte haben ihre Führungsaufgaben zu wenig im Blick und wissen gar nicht, was von ihnen erwartet wird. Andere pflegen einen unangemessenen Führungsstil, der das Potenzial der Mitarbeiter nicht ausreichend nutzt oder - anders herum - den Mitarbeitern zu wenig Orientierung bietet. Die Frage ist, ob die Führungskräfte in Ihrem Unternehmen ihre Aufgaben kennen und sie angemessen erfüllen können.

Befindet sich das Unternehmen in einem gefährdeten Segment?

Der Entwicklungsdruck auf die meisten Unternehmen ist durch Globalisierung und technische Entwicklungen hoch. Wird das Bedürfnis der Mitarbeiter nach einer sicheren Arbeitsstelle erfüllt oder steht der Arbeitsplatz auf wackligen Beinen? Bedrohliche Situationen ertragen Mitarbeiter meist, wenn die Unternehmensführung eine klare strategische Linie entwickelt und kommuniziert.

Bietet das Unternehmen den Mitarbeitern ausreichende Möglichkeiten zur Identifikation?

Nur wer genau weiß, wofür und für wen er arbeitet, der kann sich mit seiner Tätigkeit und dem Unternehmen als Ganzem identifizieren – und wird ihm deshalb auch nicht so schnell den Rücken zukehren. Der Mangel an klar definierten Unternehmenszielen und -strategien, das Fehlen einer Corporate Identity, machen es dem Einzelnen dagegen schwer, sich voll und ganz hinter das Unternehmen zu stellen. Für die Verantwortlichen bedeutet das, der strategischen und normativen Unternehmensführung einen hohen Stellenwert zu geben und die Entwicklung einer einheitlichen Unternehmenskultur voranzutreiben.

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11.10.2010
Anonyme Bewerbung - nein, danke!? 
 

Kürzlich berichtete das Hamburger Abendblatt, 46% der Leser lehnten anonyme Bewerbungen ab (Stand 23.09.10). Noch kann man sich hier an der Online-Umfrage beteiligen.

Ziel anonymer Bewerbungen ist es, Diskriminierungen zu vermeiden. Zumindest das Alter dürfte aber aufgrund des Lebenslaufs grob einschätzbar sein und spätestens im Bewerbungsgespräch lassen sich "heimliche" oder gar unbewusste Kriterien nicht mehr ausschalten. So sehen es auch die oben erwähnten 46%, die "dann wird der Bewerber im Jobinterview aussortiert" angekreuzt haben.

Wir empfehlen daher, das Anforderungsprofil mit größter Sorgfalt zu erarbeiten sowie eigene Haltungen bewusst zu machen und zu hinterfragen. Dann lässt sich in der Vorauswahl und im persönlichen Gespräch eine "Widerlegungsstrategie" einsetzen: Achten Sie bewusst auf Hinweise und Angaben, die Ihrem Vor-Urteil wiedersprechen.

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22.07.2010
Unternehmensnachfolge - Einen Integrationsfahrplan erstellen
  Ist schließlich ein Nachfolger gefunden, hat man sich über den Kaufpreis und die Modalitäten geeinigt, beginnt der schwierigste Teil für den „Neuen“, nämlich seine Integration. Damit diese möglichst erfolgreich verläuft, ist ein klarer Fahrplan für die einzelnen Phasen mit der Übertragung der Kompetenzen notwendig. Wie ein solcher Fahrplan im Detail aussieht, hängt nicht zuletzt vom Typ der beiden Unternehmer ab. Die Dauer der Zusammenarbeit, die Bandbreite der Kompetenzen, die (Neu-)Ausrichtung des Unternehmens und die individuellen Arbeitsstile spielen dabei eine bedeutende Rolle. Hinzu kommt das besonders sensible Verhalten einzelner, insbesondere langjähriger Arbeitnehmer, die dem alten Eigentümer sehr verbunden sind. An dieser Stelle ist auf jeden Fall ist eine externe Beratung und Begleitung sinnvoll. Als Unbeteiligtem fällt es dem Coach leichter, den Blick für das Wesentliche zu behalten und im Zweifel zu vermitteln.

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14.07.2010
Unternehmensnachfolge - Geeigneter Nachfolger, frühe Information
  Für die Suche nach einem geeigneten Nachfolger können Sie sich an die unterschiedlichsten Stellen wenden, angefangen bei Unternehmensberatungen, die sich auf den Bereich der Unternehmensnachfolge spezialisiert haben, bis hin zur IHK oder zu Nachfolgebörsen. Es existiert kein Königsweg. Sie sollten aber die Suche nicht dem Zufall überlassen, sonst rinnt Ihnen die Zeit durch die Finger und am Schluss wird aus der Not heraus eine Entscheidung getroffen.

Parallel dazu sollten Sie auf jeden Fall einen Steuerberater und einen Rechtsanwalt, die beide möglichst auf Firmenverkäufe spezialisiert sein sollten. beauftragen, die für Sie elementaren Eckdaten zu klären und in Entwürfen festzuhalten. Ziehen Sie außerdem frühzeitig Ihre Bank ins Vertrauen und spielen Sie mögliche Szenarien mit Ihrem Bankberater durch. Besonders unter dem Gesichtspunkt des Ratings kann es für Sie unangenehme Folgen haben, wenn Sie das Thema nicht ansprechen, obwohl Sie schon Mitte 50 oder älter sind. Ihre Kreditlinie kann dadurch in Gefahr geraten.

Eine weitere heikle, aber unumgängliche Frage ist, wann und in welchem Umfang die Mitarbeiter über die bevorstehenden Änderungen informiert werden sollen. Hierfür gilt, wie bei allen (potenziellen) Konflikten, nur eine goldene Regel: Je früher, desto besser. Wenn Sie Ihr Ausscheiden zu spät mitteilen, verlieren die Mitarbeiter das Vertrauen und der Nachfolger hat größte Schwierigkeiten, im Unternehmen Fuß zu fassen. Die Mitarbeiter haben ein berechtigtes Interesse an einer soliden Nachfolgeregelung, denn sie müssen mit der für sie neuen Situation klar kommen.

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05.07.2010
Unternehmensnachfolge - Erfolgsfaktoren
  Hauptsächlich vier Kriterien beeinflussen den Erfolg von Nachfolgelösungen. Zwei davon werden von vielen Unternehmern vernachlässigt. Das ist zum einen der Zeitpunkt, ab dem an einer Regelung gearbeitet wird. Je früher Sie als Eigentümer damit beginnen, desto besser. Eine solide Lösung kann nämlich bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen. Zum anderen ist es die Frage, was Sie nach Ihrem Ausstieg tun wollen. Auch dieser Aspekt beeinflusst erstaunlicherweise den Ablauf insgesamt. Zu den gut gelösten Punkten zählen meist die juristischen Verträge sowie die steuerliche Beratung.

Die Suche nach einem Nachfolger sowie seine Integration in das Unternehmen verlaufen in mehreren Phasen:

  • Vorbereitung für die Entscheidung über eine Nachfolgeregelung
  • Endgültige Entscheidung
  • Suche nach einem Nachfolger
  • Vertragliche Regelungen
  • Informieren der Mitarbeiter
  • Einarbeitung des Nachfolgers
  • Ausstieg
  • Die Zeit danach

Diese Punkte wollen wir in diesem und in den nächsten Artikeln schlaglichtartig beleuchten. In der Vorbereitungsphase muss sich der Eigentümer über die Form seines Ausstiegs klar werden, denn entsprechend gestalten sich auch die Suche und Auswahl eines geeigneten Nachfolgers.

Wann und wie wollen Sie aussteigen? Planen Sie einen sofortigen Ausstieg, wollen Sie in Teilzeit weiterarbeiten oder möchten Sie dem Unternehmen z. B. über einen Beratervertrag verbunden bleiben? Sind Sie emotional in der Lage, einen Nachfolger einzuarbeiten und was machen Sie nach Ihrem Ausstieg?

Gerade der letzte Punkt ist von elementarer Bedeutung. Als Unternehmer hängt nicht nur Ihr ganzes Herz am Unternehmen, es hat auch über viele Jahre Ihren gesamten Lebensrhythmus bestimmt und dann ist das plötzlich zu Ende. Nach einer anfänglichen Euphorie über die endlich gewonnene Freiheit kommt meistens das böse Erwachen in Form einer großen Leere. Frustration und Unzufriedenheit mit sich und seiner Umwelt, sogar Krankheiten und Depression können die Folge sein. Wie man sich während der Schulzeit auf das Berufsleben vorbereitet, sollte man sich rechtzeitig auf die Zeit danach vorbereiten.

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28.06.2010
Weiche Faktoren - Führungsstil
  Veränderte gesellschaftliche Bedingungen setzen einen anderen Führungsstil als zu Zeiten des Manchester-Kapitalismus voraus. Durch das hohe Bildungsniveau der Mitarbeiter und veränderte Arbeitsbedingungen sind viele Führungskräfte überfordert und führen teilweise gar nicht mehr, nicht individuell genug oder nicht situationsgerecht.

Den allgemeingültig richtigen Führungsstil gibt es nicht (mehr). Es wird den individuellen und situativen Unterschieden nicht gerecht, rezepartig einen Stil vorzugeben. Deshalb ist Führen eher schwieriger als leichter geworden, denn es besteht nur noch in den seltensten Fällen in einfachen Anweisungen, was wie zu tun ist. Mitarbeiter wollen größtenteils Führungskräfte, die kooperativ führen, ihre Meinung einbeziehen, Gestaltungsfreiräume gewähren, zugleich aber durchsetzungsfähig und entscheidungsfreudig sind, also nicht herumeiern – eine ständige Gratwanderung.

Gute Führung besteht zu einem sehr großen Teil aus guter Kommunikation. Führungskräfte brauchen, um die Klaviatur der passenden Führungsstile spielen zu können, in besonderem Maße die im zweiten Teil beschriebenen Soft Skills. Und damit schließt sich der Kreis dieser kleinen Serie

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21.06.2010
Weiche Faktoren - Gruppenzusammensetzung und -entwicklung 
  Wenn die Chemie in einem Team nicht stimmt, kann man froh sein, wenn nur die Synergieeffekte verloren gehen. Häufiger passiert es, dass ein Großteil der Energie darein fließt, sich gegenseitig das Leben bzw. Arbeiten schwer zu machen, anstatt gemeinsam etwas zu erreichen.

Umgekehrt gilt: Wenn sich Mitarbeiter in ihrer Arbeitsgruppe oder ihrem Team wohl fühlen, kann das viele Schwächen des Unternehmens ausgleichen. Häufig bleiben Mitarbeiter in Unternehmen mit miserablem Betriebsklima, weil die Chemie in ihrer Gruppe stimmt.

Schon bei der Auswahl neuer Mitarbeiter oder Teammitglieder lohnt es sich deshalb, diesen Aspekt zu beachten. Wenn jemand überhaupt nicht ins Team passt, nützen die schönsten Fähigkeiten nichts, weil entweder seine Leistungsfähigkeit oder die der anderen Gruppenmitglieder leiden wird.

Besonders schwierig wird die Entscheidung, was zu tun ist, wenn ein fachlich sehr versierter Mitarbeiter im Team ist, aber sich gar nicht integrieren lässt. Der Wechsel in eine andere Position sollte dann zumindest ernsthaft gemeinsam überlegt werden. Denn wenn die Leistung des ganzen übrigen Teams darunter leidet, kann der Schaden trotz allen Fachwissens größer als der Nutzen sein.

In Gruppen und Teams kommt es natürlich auch bei passender Chemie immer wieder zu Unstimmigkeiten und Konflikten. Das ist normal und in Ordnung, birgt meist sogar eine Chance für Verbesserungen. Dazu wird allerdings eine zielgerichtete Steuerung nicht nur der sachlichen Prozesse, sondern auch des Gruppenprozesses benötigt, damit eine optimale Gruppenleistung möglich wird.

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04.06.2010
Weiche Faktoren - Unternehmenskultur 
  Die Unternehmenskultur umfasst die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln und Normen des Miteinanders nach innen und außen. Allerdings sind die geschriebenen Regeln nur vollwertiger Teil der Kultur, wenn sie auch gelebt werden. Wie groß der Einfluss der Unternehmenskultur ist, wird besonders dann deutlich, wenn zwei Kulturen aufeinanderprallen.

Rund die Hälfte aller Firmenzusammenschlüsse bricht wieder auseinander, bevor sie überhaupt zum Tragen gekommen sind. Integriertes Vorgehen reduziert die Fusionsrisiken erheblich. Die Partner der zahlreichen Unternehmenshochzeiten malen in ihren Verlautbarungen in der Regel alles in den schönsten Farben. Oft stellen sich aber die erwarteten Effekte und Synergien nicht ein.

Ein Teil der Fusionen scheitert schlicht an den unterschiedlichen Kulturen, an den zu verschiedenen Verfahren und anderen „weichen Faktoren“, die in den obligatorischen finanziellen und technischen „Due Diligences“-Auflagen keine Rolle spielen.

Nach der anfänglichen Begeisterung in den Führungsetagen setzt dann Ernüchterung ein, die auf operativer Ebene bis zur Lähmung fortschreiten kann. Post Merger Integration (PMI) ist das Schlagwort, dass alle Aktivitäten zusammenfasst, die nach dem Zusammenschluss berücksichtigt werden müssen. Schließlich soll ein Mehrwert geschaffen werden, der größer ist als die Summe der Teile.

Die Kultur des Unternehmens spielt aber nicht nur bei Firmenzusammenschlüssen eine besondere Rolle, sondern besonders auch in Zeiten, in denen strukturelle Veränderungen an der Tagesordnung sind und die besten Mitarbeiter sich das Unternehmen aussuchen können. Wie im Unternehmen Veränderungen gestaltet werden, kann dabei zum Zünglein an der Waage werden. Werden die Mitarbeiter ausreichend und frühzeitig eingebunden? Wird mit den unweigerlich auftretenden Fehlern konstruktiv umgegangen? Werden die divergierenden Interessen bestmöglich integriert oder eskalieren die Konflikte? Wird das Vertrauen gestärkt oder mit Füßen getreten?

Vertrauen ist grundsätzlich notwendige Basis einer guten Unternehmenskultur, besonders aber in Umbruchphasen. Ein Unternehmen, in dem es kein Vertrauen gibt, ist auf vollständige Kontrolle angewiesen. Das kann nicht funktionieren, da die Aufgaben dafür in der Regel zu komplex sind. In den meisten Fällen werden mitdenkende Mitarbeiter gebraucht, deren Interesse es ist, das Unternehmen voranzubringen. Eine Überregulierung schafft nicht nur einen teuren Verwaltungsapparat, der auf die ständigen Veränderungsprozesse nicht flexibel genug reagieren kann, sondern schreckt auch gerade diejenigen ab, die bereit sind, sich mit ihren Ideen und ihrem Können im Unternehmenssinne einzubringen.

Zugleich gilt: Führungskräfte, die die Aufgabe des Steuerns und Kontrollierens nicht wahrnehmen, werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Vertrauen ohne Kontrolle wäre naiv. Kontrolle ohne Vertrauen würde in unangemessene Gängelei ausarten und wäre auch nicht leistbar. In einer gesunden Unternehmenskultur hat beides zugleich seinen Platz.

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17.05.2010
Weiche Faktoren - Soft Skills
 

Die so genannten Soft Skills bezeichnen Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit sich selbst und anderen Menschen. Grundlage für die Entwicklung dieser Fähigkeiten ist die Achtsamkeit.

Die Fähigkeit, eigene Gefühle, Stimmungen und Stimmungsnuancen sowie die unserer Mitmenschen wahrzunehmen, ist von der Aufmerksamkeit und der Qualität des Wahrnehmungsvermögens abhängig. Um Eigenschaften und Verhalten von Mitmenschen verstehen und einschätzen zu können, ist es unerlässlich, auch die nonverbalen Kommunikationsinhalte zu registrieren und richtig zu interpretieren. Wichtig in der Alltagssituation ist nicht nur WAS gesagt wird, sondern vor allem WIE es gesagt wird. Nicht jeder hat die Fähigkeit, auch zwischen den Zeilen zu lesen, aber fast jeder kann diese Fähigkeit durch erhöhte Achtsamkeit verbessern.

Hier einige der Fähigkeiten und Kenntnisse, die sich zu den Soft Skills zählen lassen:

  • Einfühlungsvermögen
  • Selbstreflexion
  • Selbstmotivation
  • Selbst- und Zeitmanagement
  • Stressbewältigung
  • Umgang mit Misserfolgen
  • Kreativität
  • Rhetorik
  • wirkungsvolle Kommunikation
  • Verhandlungsgeschick
  • Verantwortungsübernahme
  • angemessene Umgangsformen
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Fähigkeit zum Umgang mit Konflikten
  • Teamfähigkeit
  • ...

Solche Soft Skills werden nicht nur in sozialen Berufen besonders benötigt, sondern auch umso stärker, je höher im hierarchischen Sinne die Position eines Menschen im Unternehmen angesiedelt ist. Beruhigend ist, dass diese Fähigkeiten sich entwickeln lassen, vorausgesetzt die notwendige Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen wird nicht gescheut.

Zur vollen Entfaltung kommen die Soft Skills der Mitarbeiter nur in einer entsprechenden Unternehmenskultur, um die es im nächsten Teil gehen soll.

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Nachrichtenarchiv

 
11.05.2010
Weiche Faktoren - Die Ausgangslage
 

Der vielfach beschriebene Fach- und Führungskräftemangel kann zu der Illusion führen, Bewerber bräuchten „nur“ hervorragende fachliche Kompetenzen als Türöffner ins Unternehmen. Damit allein können Sie aber die aktuellen und erst recht die zukünftigen Herausforderungen nicht meistern.

Die rasante technische Entwicklung hat die Kommunikation revolutioniert. Mitarbeiter und Führungskräfte können in Echtzeit mit Kollegen und Kunden auf verschiedenen Kontinenten Kontakt aufnehmen, diskutieren und gemeinsam Entscheidungen treffen. Ländergrenzen spielen keine Rolle mehr, mit kulturellen Unterschieden allerdings ist man umso mehr konfrontiert. Durch höheren internationalen Wettbewerb und kürzere Produktlebenszyklen ist ständige Innovation und damit auch Veränderungsbereitschaft bei den Mitarbeitern gefordert. Die gestiegene Komplexität von Abläufen und Strukturen erschwert es, den Überblick zu behalten.

Es werden deshalb längst nicht mehr nur die Fachkompetenzen benötigt. „Weiche Faktoren“ wie Soziale Kompetenzen, Problemlösungsfähigkeiten, Mobilität oder Flexibilität sind ebenso zu bedenken, wenn es darum geht, den geeigneten Kandidaten für eine zu besetzende Stelle zu finden. Die Zahl teamorientierter Jobs wird weiter zunehmen, wobei die Teammitglieder häufig nicht am selben Ort sitzen.

Die heutige Ausgangslage erfordert

  • angemessen ausgeprägte Soft Skills der Mitarbeiter,
  • eine passende Unternehmenskultur,
  • gute Zusammenarbeit in Teams sowie
  • eine Anpassung der Führungsstile

Diese vier Themen werden wir hier in einer kleinen Serie anreißen.

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09.04.2010 Nun auch Logistik und Supply Chain Management im Fokus
 

Kontinuierlich haben wir unser Team im Bereich Personalberatung in den letzten Wochen ausgebaut und die Erfahrungen der Berater und Back Office Mitarbeiter gebündelt. Aufgrund der langjährigen Berufspraxis unserer Beraterinnen im Umfeld Logistik und Supply Chain Management, legen wir einen unserer Schwerpunkte in der Personalsuche auf die Kunden aus dieser Branche.

Unsere  Bereichsleiterin für die Personalsuche und –auswahl, Frau Petra Richter, ist seit über 25 Jahren im Logistikumfeld tätig, davon über 15 Jahre als Personalberaterin bei Hertzog und Partner. Bereits seit September 2009 verstärkt die ehemalige Hertzog-Personalberaterin Frau Christiane Kroeger das VMCG-Team und betreut namhafte Kunden aus Logistik, Verpackung u.a. Branchen. Auch Frau Kroeger blickt auf über 15 Jahre Berufspraxis im Recruiting zurück, so dass wir unsere Klientel aus Dienstleistung, Handel und Industrie kompetent in allen Fragen rund um die Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften beraten können.

Wir bieten Ihnen u.a.

  • Anzeigengestützte Suche und Direktansprache / Executive Search

  • ein festes Researchteam

  • eine eigene Stellenbörse
  • ein weitreichendes Kontakt-Netzwerk zu Unternehmen und Kandidaten
  • hohe Methodenkompetenz und Qualitätsstandards


und somit eine professionelle und individuelle Betreuung.

Sie erreichen Frau Richter unter Tel. 04181 – 9083-38 sowie unter petra.richter(at)vmcg.de und Frau Kroeger unter Tel. 04181 – 9083-36 bzw. unter christiane.kroeger(at)vmcg.de . Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.

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29.03.2010 Unser neuer Berater im Bereich Personalsuche stellt sich vor:
 

Mein Name ist Sebastian Wolf und ich habe am 15.03.2010 als Junior Berater bei VMCG begonnen. Personalsuche und -auswahl ist das Thema, mit dem ich mich identifiziere und in dem ich seit dem Ende meines Studiums zum Diplompsychologen im Frühjahr 2008 tätig bin. Daher freue ich mich auf die neue Herausforderung und die Möglichkeit, mich und meine Ideen bei VMCG einzubringen.

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24.02.2010 "Konflikte als Motor. Mediation als Weg" am 24.03.2010
 

Was kann ein erfolgreiches Konfliktmanagement kulturell und wirtschaftlich für das Unternehmen leisten? Dieser Frage möchten wir gemeinsam mit Ihnen nachgehen. Im Business Club Hamburg wird es einen Kurzvortrag mit anschließender Diskussion geben. Zu der Veranstaltung am 24.03.2010 von 9:00 bis 11:00 Uhr möchten wir Sie gerne willkommen heißen.

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22.01.2010 Unsere neue Mitarbeiterin im Bereich Personalsuche stellt sich vor:
 

Ich heisse Ricarda Faust und bin als Wiedereinsteigerin nach der Elternzeitpause seit Januar im Bereich PSA/Personalsuche und -auswahl tätig. Mit jahrelangen Erfahrungen im Einkaufs- und Beschaffungsbereich freue ich mich auf diese neue, spannende Aufgabe!

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19.01.2010 Eigen- und Fremdbild März / Juni 2010
 

Im März 2010 werden sechs Teilnehmer drei Tage lang ausprobieren, wie sie in verschiedenen Situationen aufeinander wirken und schließlich aus den individuellen SWOT-Analysen ihre nächsten Entwicklungsschritte planen. Vom 17.-19. Juni 2010 sind noch Plätze frei. Die Workshopbeschreibung finden Sie hier.

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12.01.2010 "Mitarbeiterbindung" am 26.01.2010
 

Zum Thema "Instrumentarien der Mitarbeiterbindung" gestalten wir eine Veranstaltung beim Bildungsinstitut Nordernährung e.V. am 26.01.2010 von 14:00-16:30 Uhr. Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte direkt an den Arbeitgeberverband . Eine Anmeldung ist bis zum 19.01.2010 möglich.

Veranstaltungsort: Reichsbahnstraße 95, 22525 Hamburg

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07.01.2010 Zehn Jahre bei VMCG
 

Im Januar 2000 hat Birgit Delventhal sich bei uns eingestellt und die Verantwortung für das Office übernommen. Die gemeinsame Zeit ist wie im Fluge vergangen. Die Zusammenarbeit war, wie man es sich nur wünschen kann. Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre, in denen sie hoffentlich weiterhin das Unternehmen und seine Kultur wesentlich mitprägt

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21.12.2009Fröhliche Feiertage!
 

Wir wünschen allen unseren Kunden fröhliche Weihnachtsfeiertage und einen guten, zuversichtichen Start ins Jahr 2010! Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

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26.11.2009Eigen- und Fremdbild November 09
 

Vor einer Woche haben sich sechs Teilnehmer auf das Abenteuer Eigen- und Fremdbildworkshop eingelassen. Drei Tage lang haben sie sich gegenseitig rückgemeldet, wie sie in verschiedenen Situationen aufeinander wirken. In individuellen SWOT-Analysen wurden die Eindrücke zusammengefasst. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer geplanten Entwicklungsschritte.

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04.11.2009
Charismatische Führung
 

Bei "Charisma" assoziiert man schnell "Man hat's oder man hat's nicht". Hier soll es jedoch um Verhalten gehen, das man sich aneignen kann - und das es sich anzueignen lohnt.

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01.04.2009
Praxiswissen Kommunikation
 

"Warum hast du das nicht gleich gesagt?!"

In unserer Reihe "Praxiswissen" stellen wir zu verschiedenen Themen praxisorientiert das Hintergrundwissen dar, dass wir bei unseren Kunden besonders häufig nutzen. Das erste Heft zum Thema Kommunikation deckt Gründe für Missverständnisse auf, erklärt hilfreiche Kommunikationsmodelle und regt zur gezielten Gesprächsführung an. Auch die dafür nützlichen "Techniken" des Zuhörens, Fragens und Argumentierens werden knapp erläutert. Unsere Kunden können dieses Heft in digitaler Form bei uns anfordern.

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01.03.2009
Veröffentlichung der Examensarbeit von Brigitte Heymann
 

Brigitte Heymann hat bei uns Ihre Bachelor-Thesis geschrieben. Wir freuen uns mit ihr, dass sie im März 2009 unter dem Titel "Das Personalmanagement in mittelständischen Unternehmen" als Buch erschienen ist.

Die offizielle Kurzbeschreibung : "Das Personalmanagement ist in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden. Die Arbeitswelt wird in technischer und sozialer Hinsicht immer komplexer und erfordert somit vermehrt spezielleres Wissen. Die Arbeits- und Führungsaufgaben werden schwieriger und erfordern einen höheren Anteil an qualifiziertem Personal. Damit wächst auch die Bedeutung des Personalmanagements in den Unternehmen. Dieses Buch untersucht anhand empirischer Erhebung die tatsächliche Bedeutung, die dem Personalmanagement in der Praxis zukommt und erläutert, wie man die Potentiale eines effektiven Personalmanagements besser nutzen kann."

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